Startseite » Brustkrebs » Umgang mit Nachsorgeterminen
Viele Betroffene kennen das: Je näher ein Kontrolltermin rückt, desto unruhiger wird es innerlich. Das kann sich anfühlen wie ein „Knoten im Bauch“, wie Schlaflosigkeit oder wie ein ständiges Gedankenkreisen: Was, wenn etwas gefunden wird?
Wichtig ist: Diese Anspannung ist nicht ungewöhnlich. Und sie bedeutet nicht, dass Sie „nicht loslassen können“ – sondern dass Ihr Körper versucht, Sie zu schützen.
Leiter Psychosomatik, Psychotherapie und Psychoonkologie, Universitätsklinikum Würzburg
Wenn möglich, legen Sie Nachsorgetermine nicht auf einen Tag, an dem Sie danach ganz allein und ohne Struktur sind. Denn: Wenn nach dem Termin „nichts“ kommt, bleibt oft viel Raum fürs Grübeln.
Hilfreich kann sein:
Manche Menschen gehen lieber allein zu Terminen. Andere fühlen sich sicherer, wenn jemand dabei ist. Beides ist in Ordnung.
Wenn Sie merken, dass es Sie stark belastet, kann helfen:
Sie müssen diese Anspannung nicht allein tragen.
Wenn Angst steigt, geraten oft die Basics durcheinander: Der Schlaf wird schlechter, Appetit fehlt, man ist gereizter. Das ist eine normale Stressreaktion.
Gerade rund um Nachsorgetermine lohnt es sich, besonders freundlich zu sich zu sein:
Manchmal sind es genau diese „einfachen“ Dinge, die den Körper wieder etwas beruhigen.
Prof. Dr. Pia Wülfing
Gynäkologin und Gründerin PINK! Aktiv gegen Brustkrebs
„PINK! Leben vermittelt Strategien zum Umgang mit Ängsten und psychischen Belastungen bei Brustkrebs.“
Angstgedanken lassen sich selten komplett abstellen. Aber man kann ihnen Grenzen setzen.
Ein paar Ansätze, die viele Betroffene hilfreich finden:
Wenn Nachsorgetermine regelmäßig zu Panik, Schlaflosigkeit oder starker Vermeidung führen, ist das ein Zeichen: Sie müssen damit nicht allein bleiben.
Psychoonkologische Unterstützung kann helfen, diese Angst einzuordnen und Strategien zu entwickeln, die wirklich zu Ihnen passen.
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