Bei erblich bedingtem Brustkrebs, auch „Hereditary Breast and Ovarian Cancer“ (HBOC) genannt, ist eine genetische Veränderung das zugrundeliegende Risiko. Meist handelt es sich um eine Mutation in einem der beiden Tumorsuppressorgene BRCA1 bzw. BRCA2. Wer eine Mutation in diesen Genen trägt, hat ein sehr deutlich erhöhtes lebenslanges Brustkrebsrisiko von etwa 50 bis 80 %. Außerdem ist das Erkrankungsalter hier meist deutlich jünger, oft unter 50 Jahren, und das Risiko eines zweiten Tumors in der anderen Brust ist ebenfalls erhöht.
Darüber hinaus können zusätzliche seltene Gene (wie RAD51C, RAD51D, PALB, ATM) das Risiko ebenfalls erhöhen, aber BRCA1 und BRCA2 sind am besten erforscht und am häufigsten relevant.