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09.01.2023
Nach den Wechseljahren werden die weiblichen Hormone (Östrogene) vor allem aus Vorstufen im Fettgewebe gebildet. Man geht davon aus, dass Frauen, die nach den Wechseljahren körperlich aktiv sind, weniger Östrogene im Blut haben als Frauen mit wenig Bewegung. Somit steht weniger „Futter“ für hormonempfindliche Tumorzellen zur Verfügung. Außerdem wird ein Zusammenhang über den IGF (insulin growth factor, Insulin Wachstumsfaktor) angenommen, der in Wechselwirkungen mit den weiblichen Hormonen steht, und dessen Konzentration im Blut durch moderates Ausdauertraining (z.B. 150 Minuten pro Woche) deutlich sinkt.
Es werden viele weitere Erklärungen für den schützenden Effekt von Sport und Bewegung angenommen, da diese fast alle Organsysteme und das Gehirn beeinflussen. So hat Bewegung unter anderem positive Auswirkungen auf
Auch für die Erhaltung oder Wiederherstellung der Lebensqualität sind Sport- und Bewegungsprogramme sehr wichtig. Viele Patienten denken, dass Krankengymnastik ausreiche. Dies ist nicht so. Krankengymnastik erhält zwar die Beweglichkeit, ist aber kein Ausdauertraining. Um zu verhindern, dass das Herz-Kreislauf-System und der Muskelapparat durch die Krankheit und die Behandlungen geschwächt werden und dadurch wiederum chronische Erschöpfungszustände (Fatigue) entstehen, die viele Patientinnen erfahrungsgemäß erheblich einschränken, empfehlen wir ein regelmäßiges Ausdauertraining.
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